Die Erfindung der Flügel // Sue Monk Kidd

Bild von Randomhouse // btb
Hardcover mit Schutzumschlag
496 Seiten
ISBN 978-3-442-75485-4
[D] 19,99€ | [A] 20,60€ | SFr 28,50

Klappentext
"Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …"

Meine Meinung
Als mich vor fast 2 Monaten ganz unerwartet dieses Buch als Rezensionsexemplar erreichte, wollte ich es eigentlich nicht sofort lesen. Ich hatte bereits ein anderes Buch angefangen und sowieso wenig Zeit - außerdem passt das Buch so gar nicht in mein bevorzugtes Genre und auch mit dem Thema an sich konnte ich nicht viel anfangen. Aber als ich die ersten Seiten gelesen hatte, wollte ich das Buch nicht mehr weg legen.

Das Buch spielt im 19. Jahrhundert, nämlich von 1803-1838 und erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die eigentlich nicht unterschiedlicher sein könnten und sich doch ganz ähnlich sind.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Handful und Sarah. Das Buch erzählt die unterschiedlichen Lebensgeschichten der beiden Frauen, denn Handful ist eine Sklavin, Sarah gehört zur Oberschicht und lebt in einer Familie, die Sklaven besitzt.

Trotz ihrer Gesellschaftlichen Hintergründe arbeiten beide Frauen auf das gleiche Ziel zu: sie wollen die Freiheit für die Sklaven. Um dieses Ziel zu erreichen nehmen beide eine schwere Last auf sich. Sarah grenzt sich immer mehr von ihrer Familie, ihrer Religion und ihrer Heimat ab, während Handful stummen Protest ausübt und Pläne schmiedet, wie sie mit ihrer "Mauma" fliehen kann.

Die Aufteilung und Erzählweise in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen. Man liest parallel von beiden Frauen, die sich immer im selben Alter befinden. Dadurch entsteht eine gewisse Verbindung zwischen den beiden, denn sie stammen ja quasi aus dem selben Haus und kennen sich seit sie klein sind - und das beeinflusst das spätere Leben natürlich sehr.

Der Schreibstil war sehr flüssig und schön, auch durch die verschiedenen Sprachweisen. Sarah stottert, was im Buch gut rübergebracht ist, und Handful spricht natürlich nicht fließend Englisch. Somit hat man eine gewisse Authenzität dabei, die mir sehr gefallen hat :)

Alles in allem ist das Buch toll, es beschäftigt sich mit Themen, die auch heute noch aktuell sind und erzählt nebenbei die Geschichte einer wundervollen Freundschaft. Auch, wenn diese Art Buch sonst wirklich nichts für mich ist, hatte ich ein paar sehr schöne Lesestunden, die ich sehr genossen habe. Das Buch würde ich jedem empfehlen!
 
Vielen Dank an Randomhouse/btb für das Rezensionsexemplar!

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