l0ve-life fragt nach // Ute Jäckle

Heute möchte ich euch Ute Jäckle vorstellen! Vor ein paar Wochen durfte ich ihren Debutroman "Verloren in der Grünen Hölle" lesen und er hat mir sehr gefallen. Hier kommt ihr zu meiner Rezension.





Ute Jäckle wurde in Stuttgart geboren. Sie studierte BWL in Nürnberg und verbrachte einige Jahre in den USA. Nach dem Studium arbeitete sie für die Industrie. Schon immer war ihre ganz große Leidenschaft das Lesen, aber mit dem Schreiben begann sie erst vor ein paar Jahren. Seitdem kann sie aber nicht mehr davon lassen und widmet sich voll Hingabe dem Verfassen von Liebesromanen. 
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Ute: Zuerst einmal ein großes Dankeschön, dass du mich zum Interview eingeladen hast. Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen.

Vivi: Dafür nicht! Ich danke dir, dass ich dir Fragen stellen und dein tolles Buch lesen durfte!

Wann kam dir die Idee zu deinem Debut "Verloren in der grünen Hölle" und wie lange hat es gedauert, bis du angefangen hast zu schreiben?
Die Idee dazu kam mir im Sommer 2011 während eines Strandurlaubs in der Türkei. Ich lag auf meinem Liegestuhl, habe so vor mich hingedöst und hatte plötzlich eine Szene vor Augen, die mich gefesselt hat. Diese Szene hat mich nicht mehr losgelassen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging, und habe angefangen, mir die ganze Geschichte dazu auszudenken. Jeden Tag bin ich am Strand entlangspaziert, total in Gedanken versunken, und habe mir überlegt, was denn noch so alles passieren könnte. Gleichzeitig reifte auch der Gedanke in mir, diese Geschichte aufzuschreiben. Es ging also recht schnell, als ich nach zwei Wochen aus dem Urlaub nach Hause kam, habe ich mich sofort hingesetzt und losgeschrieben. Zum allerersten Mal in meinem Leben, davor hatte ich noch nie den Drang verspürt, ein Buch zu schreiben.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?
Die Protagonisten standen von Anfang an fest, denn diese Szene, die ich zuerst vor Augen hatte, war eine Szene mit Rico und Elena. Elena hatte auch sofort ihren Namen, bei ihr wusste ich sofort, dass sie so hieß. Bei Rico fiel es mir etwas schwerer, einen geeigneten Namen zu finden, er wollte mir seinen Namen nicht so recht verraten, hat es aber schließlich auch getan. Lustigerweise wusste ich auch sofort, dass Carlos so hieß. Also diese drei Hauptcharaktere und Elenas Freundinnen standen von Anfang an fest. Andere kamen im Laufe der Handlung dazu, weil ich sie benötigte oder spontan eine Idee hatte. Es lief also ein wenig chaotisch ab.

Wie lange hat es gedauert, bis du "Verloren in der grünen Hölle" nach deinen Vorstellungen beendet hast?
Dadurch, dass ich so chaotisch an die Sache heranging, hat es recht lange gedauert. Den ersten Entwurf hatte ich zwar bereits nach drei oder vier Monaten fertig, aber damals stimmte noch nichts. Auch meine Formulierungskünste ließen noch zu wünschen übrig, ich musste mir das Schreibhandwerk erst mühsam beibringen. Die Überarbeitung hat dann zwei Jahre in Anspruch genommen, in denen ich die Geschichte gedreht und gewendet habe, bis ich sie schließlich so weit hatte, dass ich zufrieden war. Das war eine Heidenarbeit und glücklicherweise hat es auch nur beim ersten Roman so lange gedauert. Den zweiten Teil hatte ich um einiges schneller geschrieben.

Wie aufgeregt warst du vor dem Erscheinungstermin?
Ich war total aufgeregt. Ich wusste ja schon ein Jahr vorher, wann mein Roman auf den Markt kommt und dieses Jahr hat sich gezogen. Aber ich habe mich abgelenkt so gut es ging, zwei weitere Manuskripte verfasst und irgendwann ging es dann ja auch ins Lektorat. Dazwischen gab es auch immer so kleine Bonbons. Man bekommt das Cover zugeschickt und sieht zum ersten Mal, wie das eigene Werk, das man ja sonst nur als Vorlage auf dem Computer hat, als Buch aussehen wird. Das sind schon tolle Momente. Der größte Moment war allerdings der, als der Verlag mir die Belegexemplare zugeschickt hat, und ich meinen Roman das erste Mal in Händen hielt und darin blättern durfte.

Hast du einen bestimmten Ort, an dem du schreibst?
Ich schreibe meistens im Esszimmer. Wenn alle aus dem Haus sind, stelle ich meinen Laptop auf den Tisch und lege los. Manchmal, wenn zu viel Trubel um mich herum ist, verziehe ich mich in unsere kleine Büro-Gäste-Fernseh-Kammer, schließe die Tür hinter mir und dann wissen alle, dass sie nicht stören dürfen. (Was sie allerdings leider nicht immer interessiert …)

Hast du feste "Schreibzeiten"?
Am liebsten schreibe ich morgens. Sobald meine Kinder in der Schule sind, mache ich mir eine Latte Macchiato und lege los. Zuerst lese ich meine Seiten vom Vortag noch einmal durch, um wieder in die Geschichte hineinzukommen und dann tippe ich wie wild. Stundenlang. Wenn ich dann in den Flow komme, vergesse ich alles um mich herum (leider auch manchmal wichtige Termine) und vertiefe mich total in die Geschichte. Ich werde richtig eins mit mir und stehe nur auf, um mir Kaffeenachschub zu holen, der in aktiven Schreibphasen immens ansteigt. Manchmal komme ich auch nachmittags dazu zu schreiben, wenn meine Kinder zum Spielen bei Freunden sind und ich kurz Zeit habe, aber gegen sechs Uhr abends geht bei mir irgendwie nichts mehr. Ich könnte nie in der Nacht schreiben.

Hattest du zuerst die Idee für den Titel oder für die Geschichte?
Mit Titeln tue ich mich total schwer, da bin ich seltsamerweise sehr unkreativ. "Verloren in der grünen Hölle" hatte gar keinen Titel, bis ich mit der Geschichte fertig war. Damals habe ich sie einfach als "Kolumbien-Datei" abgespeichert. Später hieß das Buch dann einfach "In der grünen Hölle", aber das gab es leider schon, also musste noch ein Zusatz her, und dann wurde "Verloren in der grünen Hölle" daraus.

Hast du schon Ideen für weitere Bücher?
Ideen für weitere Bücher habe ich noch so einige, es wird also spannend. Geschrieben habe ich mittlerweile den zweiten Teil von Rico und Elena, eine Art New Adult historische Zeitreise und einen humorvollen New Adult Liebesroman. Irgendwie fallen mir die besten Geschichten für Protas Anfang zwanzig ein. Was ich eigentlich genieße, so kann ich immer wieder zurückreisen in die Zeit, als ich noch in diesem Alter war. Für mich die schönste Zeit.

Wenn du dir einen Protagonisten aus all deinen gelesenen Büchern aussuchen könntest, welcher wäre dein Favorit?
Scarlett O’Hara aus „Vom Winde verweht“. Irgendwie finde ich sie super, denn sie war ein starker Charakter und ihrer Zeit schon weit voraus.

Wo liest du selber am liebsten?
Ich kann überall lesen, da bin ich mittlerweile abgehärtet. Mit zwei lebhaften Kindern sind ruhige Stunden zum Lesen selten. Also sitze ich auf dem Sofa, während alle Fernsehen und lese, oder ich nehme meinen kindle mit auf den Sportplatz, wenn meine Kinder Training haben, mir ist das vollkommen egal. Hauptsache ich kann mir hier und da Zeit zum Lesen abzwacken.

Welches ist dein Lieblingsgenre?
Am liebsten das, was ich schreibe. New Adult Liebesromane, Romantic Thrill oder auch gerne mal etwas historischen. Seltsamerweise hege ich schon von klein auf eine Abneigung gegenüber Fantasy.

Möchtest du meinen Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?
Also erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Debütroman gelesen haben und mir so tolle Rückmeldungen gegeben haben, sei es in Rezensionen oder per Mail. Ihr seid spitze! Das macht natürlich Mut weiterzuschreiben, um den Lesern da draußen noch viel mehr schöne Lesestunden zu schenken. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass irgendwo da draußen gerade Leute sitzen, die mein Buch in Händen halten und meine Geschichte lesen und wenn sie dann noch Spaß dabei haben, ist alles für mich gut. 
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Ich hoffe, euch hat das Interview gefallen! Ich bin jetzt total gespannt auf die Geschichte von Elena und Rico, obwohl ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin. Hier findet ihr jetzt noch mal alle wichtigen Links!

Kommentare:

  1. Liebe Vivi,
    vielen lieben Dank für dieses tolle Interview. Es hat mir großen Spaß gemacht, und ich freue mich, auf deinem schönen Blog vorgestellt zu werden. :-) Ein große Ehre für mich.
    Alles Liebe
    Ute Jäckle

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    1. Ohhh Ute, wie süß von dir! Ich danke dir noch einmal für das Interview, es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht :)

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  2. Huhu,
    vielen Dank für das tolle Interview. Ich habe das Buch bereits gelesen, daher waren die Hintergrundinfos nun umso interessanter.
    Ich fand das Ende zwar recht offen, hatte aber nicht wirklich mit einer Fortsetzung gerechnet und bin daher nun sehr gespannt.

    Anja (Bambinis Bücherzauber)

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    1. Ja, das finde ich auch :)
      Ich wusste auch nicht, dass es einen zweiten Teil geben wird. Da freut man sich natürlich umso mehr ♥

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