Ödland Erstes Buch Der Keller // Christoph Zachariae

Bild von Lucid Dreams
Ebook
ca. 257 Seiten
Band 1 einer Reihe
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Klappentext

"Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND. 
Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben. Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.
Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen."

Meine Meinung

Man wird gleich zu Beginn in die zerstörte Welt von Mega versetzt. Natur gibt es kaum noch, alles ist verwildert und die Menschen haben sich zu grausamen Wesen verwandelt. Die Welt, wie wir sie heutzutage kennen, gibt es schon lange nicht mehr. Leider erfährt man nicht genau, wie es zu der Apokalypse kommen konnte, nach der sich die "normal" gebliebenen Menschen vor ihren nun gewaltbereiten, grausamen und auch kannibalistischen Artgenossen verstecken müssen.

Die Geschichte wird in zwei Teile geteilt und aus der Perspektive von zwei Menschen erzählt. Die Geschichten können nicht gleichzeitig stattfinden, denn Mega kommt in beiden Zeiten vor. Einmal ist sie das 19jährige Mädchen im Keller, welches seine Geschichte erzählt, und im nächsten Moment ist sie "nur" eine junge Frau in einem versteckten Lager im Moor.

Die Menschen im Keller haben sich über Jahre hinweg ein Versteck unter einer Universität errichtet. Die Luke zur Oberfläche wird nur in ganz seltenen Fällen geöffnet. Somit verbringen die Bewohner ihr Leben unter der Erde. Sie können sich allerdings glücklich schätzen, noch haben sie Strom, Nahrung und Wasser. Doch das wird sich in der Zukunft ändern, denn es fehlen wichtige Ersatzteile. Die 19 Jährige Mega wird ausgebildet um sich auf den weiten Weg in die grausame Welt zu machen. Mich hat es sehr verwundert, wie der Keller so "modern" ausgebaut werden konnte. Die Professoren haben dort unten ein großes Werk vollbracht, und können seit Jahren unter der Erde klar kommen und bis zu 20 Menschen ernähren. Ich frage mich, woher sie die Dinge haben, die sie dort unten brauchen, wenn sie doch seit ewiger Zeit die Oberfläche nicht besuchen konnten. Außerdem bauen sie ein sehr hochmodernes Fahrrad für Megas Reise, bei dem ich mich auch frage, woher sie die Teile haben.

Die Männer im Moor sind schreckliche Menschen, die vor nichts zurückschrecken. Es kann an diesen Stellen schnell blutig und brutal werden! Mich hat der Wechsel von Megas Perspektive zu der von Hagen sehr verwirrt, denn man weiß am Anfang nicht, dass die Geschichten nicht parallel laufen. Mir haben da einige Infos gefehlt.

Mega hat mir mit ihrer sicheren, selbstbewussten Art sehr gefallen. Ich finde es auch cool, dass sie nicht so der Durchschnittsmensch ist, denn mit ihren roten Dreads und dem Stern-Tattoo unter ihrem Auge fällt sie auf jeden Fall auf! Außerdem würde ich gerne wissen, wie sie zum Keller gelangte, denn sie kam ja erst als kleines Mädchen dazu und hat viele Talente, von denen sie vorher nie etwas wusste. Hagen dagegen fand ich unsympathisch, grausam und nervig. Mal sehen, wie sich das noch entwickeln wird!

Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen, es war spannend und leicht zu verstehen, mich hat sehr interessiert, was Mega auf ihrer Reise sieht und was sie erlebt. Außerdem gefallen mir die Beschreibungen der neuen Welt. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Dazu gehören allerdings auch die brutalen Szenen. Ich hoffe, dass ich im zweiten Teil mehr über die Apokalypse und das Schicksal der Menschen erfahren werde, möchte aber auch gerne wissen, wie es mit Mega weiter geht, denn der erste Band endet mit einem großen Cliffhanger!


Eine schöne Dystopie von Christoph Zachariae, der mir sein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!

Hier könnt ihr euch übrigens den Buchtrailer ansehen!

Kommentare:

  1. Tolle rezi ;)
    Cliffnger sind sooo schrecklich
    LG Anna

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  2. Ich hab mich auch gefragt, wo sie den ganzen Kram im Keller herhaben. Vor allem hab ich mich gefragt: wieso können die ein Hightech-Fahrrad herstellen, aber keine Ersatzteile?

    Ich habe dem Buch 3,5 von 5 Eulchen gegeben, aber ich werde die Reihe wahrscheinlich weiterlesen. :-)

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    1. Jaaa, das war ein wenig merkwürdig. Ich möchte auch unbedingt wissen wie es weiter geht, ich hasse Cliffhanger einfach, da möchte man (selbst bei schlechten Büchern) wissen wie es weiter geht ;)

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  3. Ich hab den ersten Teil letzten Monat auch gelesen. Ich fand ihn Klasse, weil ihr endlich mal der ronitsche Krimskram raus gelassen wurde. Um solche kleinen Logikfehler mache ich mir dann weniger gedanken. Irgendwie muß die Story ja passieren und dann erlaube ich dem Autor auch ein wenig künstlerische Freiheit :D
    Den 2. Teil hab ich auch schon auf dem Reader, jetzt fehlt nur noch Zeit.

    LG
    Kathleen


    P.S. Viele Grüße vom #‎BuBlo14‬

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    1. Oh ja, die gute alte Zeit ;) Den zweiten Teil werde ich auf jeden Fall auch bald lesen, mal sehen wann es klappt!

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