Silber - Das zweite Buch der Träume // Kerstin Gier

Bild von Fischer FJB
Hardcover mit Schutzumschlag
Roman, 416 Seiten
Band 2
ISBN 978-3-8414-2167-8
[D] 19.99€ | [A] 20.60€ | SFR 28.90

Klappentext

"Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …"

Meine Meinung

Nachdem ich den ersten Band innerhalb von einem Tag verschlungen habe, konnte mich der zweite Band nicht komplett überzeugen. Es ist einfach nicht viel passiert und die Spannung blieb (fast) aus. Am Anfang ging es lediglich darum, wer Secrey ist, und woher sie so viele private Details aus Liv's und Mia's Leben kennt. Liv und Henry sind zwar noch zusammen, allerdings treffen sie sich nur in ihren Träumen und verhalten sich in der realen Welt nur wie normale Freunde. Generell ist die Beziehung nicht mehr so romantisch und süß wie am Anfang, denn auch nach den paar Monaten, die die beiden nun zusammen sind, hat Liv nichts über Henrys Familie erfahren und er hat sie nie zu sich eingeladen.

Generell spielt sich das Buch fast nur in den Träumen der Jugendlichen ab, nur selten liest man etwas vom realen Leben. Man macht Bekanntschaft mit Senator Tod, der die Träumer ziemlich verwirrt. Keiner weiß, wer er ist und keiner weiß, wie er in die Traumwelt gelangt ist. Noch dazu kennt er sie alle und spricht des öfteren in Rätseln.

Schön fand ich die Szenen bei Liv zu Hause. Sie leben seit dem ersten Band bei den Spencers, bei denen es immer wieder kleine und große Streitereien gibt. Florence kann die neuen Mitglieder ihrer Familie gar nicht akzeptieren und genau so ist es auch mit ihrer Großmutter Mrs. Spencer. Sie wird von Liv und Mia "das Bocker" genannt, kurz für "Biest in Ocker". Die Szenen in denen Liv und Mia gegen das Bocker rebellieren sind zwar ganz amüsant, allerdings auch zahlreich vorhanden. Ich finde, dass diese Hassbeziehung gar nicht so oft hätte vorkommen müssen.

Insgesamt würde ich sagen, dass der Band ganz ok war, dennoch müsste ich theoretisch keinen dritten Band mehr lesen. Werde es aber dennoch tun, ich kenne mich ja ;) Die Spannung hat gefehlt und Liv und Co haben zu viel Zeit in ihren Träumen verbracht. Ich hätte mir gewünscht, dass die Beziehung von Liv und Henry besser läuft und man noch ein wenig mehr über die Patchworkfamilie Silber/Spencer erfährt. Alles in allem kann man es aber gut lesen, denn am Schreibstil war nichts auszusetzen. Lediglich die Fußnoten haben ein wenig gestört.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen

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