Bäume reisen Nachts // Aude Le Corff





Bild vom Suhrkamp Verlag
Roman, 201 Seiten
Klappenbroschur
12.99€
Auch als Ebook erhältlich

Klappentext

„Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt …
Bäume reisen nachts ist ein herzzerreißend schöner Roman über die Freundschaft ungleicher Menschen, über eine Familie, die sich neu erfindet, und den Mut eines kleinen Mädchens, Träume in Wirklichkeit zu verwandeln.


Meine Meinung

Das Buch beginnt mit der Geschichte von Manon. Vor ein paar Monaten wurden sie und ihr Vater Pierre von heute auf morgen von Mutter und Frau Anais verlassen. Manon ist auf sich allein gestellt, denn Pierre sitzt den lieben langen Tag in Jogginganzug und mit einer Flasche Bier vor dem Fernseher. Da ihr Vater sich nicht mehr um sie kümmert, sitzt Manon jeden Tag unter einer großen Birke im Garten und redet mit den Tieren. Irgendwann fasst sich der alte Französischlehrer Anatole aus dem ersten Stock ans Herz und geht hinunter zu Manon. Aus dieser Entscheidung entsteht eine wunderbare Freundschaft zwischen Anatole und Manon.

Als Manon und Pierre plötzlich Post von der lang vermissten Anais bekommen, weckt das die Lebensgeister und zusammen mit Sophie, Manons Tante und Anatole machen sie sich auf den Weg nach Marokko. Doch den beiden fehlen wichtige Informationen, die Sophie aus Liebe zu ihrer Schwester geheim hält.

Das Buch war traurig, aber auch sehr schön. Ein paar Dinge, wie zum Beispiel das Leben von Sophie hätten nicht so ausführlich sein müssen, das hat einfach nicht zur Geschichte beigetragen. Außerdem ist das Ende einfach schrecklich und passt gar nicht. Es kommt mir so vor, als wenn die Autorin keine Lust mehr auf das Schreiben hatte. Ich hätte gerne noch mehr über die weitere Freundschaft von Manon und Anatole erfahren, doch dieses abrupte Ende hat einfach nichts ausgesagt. Es war so naiv geschrieben, ich hätte etwas anderes erwartet.



Alles in allem ist es ein schönes Buch, nur das Ende war nicht passend. Der Schreibstil und die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch die Parallelen zu „Der kleine Prinz“ und die vielen schönen Zitate, die ich mir aufgeschrieben habe sind schön. (Eventuell wäre es hilfreich, den kleinen Prinzen gelesen zu haben, was ich leider nie getan habe.)

Von mir gibts 3 von 5 Sternen 

Kommentare:

  1. hört sich trotzden interessant an :) landet auf meiner leseliste

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  2. Schöner Beitrag. Mir passiert es total oft, dass ich ein Buch richtig klasse finde, aber vom Ende enttäuscht bin. Das ist dann wirklich total schade, meistens ist in meinem Fall einfach das Buch so gut, dass das Ende nicht mithalten kann.

    Liebe Grüße
    Miss Annie
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  3. Das klingt nach einem tollen Buch. Hab es auf meine muss-gelesen-werden-liste gesetzt :)

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Kommentare